Die Obstwiesenpflege im März

Bäume pflanzen:
Im November und Dezember herrschen die richtigen Voraussetzungen, um Obstbäume zu pflanzen.
In diesen Monaten regnet es normalerweise genug, damit die gepflanzten Bäume nicht gegossen
werden müssen und die jungen Wurzeln anwachsen können. Der Boden sollte allerdings nicht
gefroren sein.
Damit der Baum ein langes Leben vor sich hat, sollte zuerst der Standort genauer betrachtet werden.
Hier empfiehlt sich eine Bodenanalyse durchzuführen, bei der die Bodenaktivität und der
Huminstoffgehalt bestimmt werden sollten. Auch ist auf ausreichenden Platz zu achten, da die
meisten Streuobstbäume auf einer Sämlingsunterlage veredelt sind und somit große Kronen
ausbilden. Ein Abstand zwischen den Bäumen von mindestens 10 Metern ist hier einzuhalten.
Beim Pflanzen des Baumes sollte das Pflanzloch mindestens eine Größe von 80x80x60 cm haben,
damit der verwendete Wühlmauskorb mit eingebracht werden kann und die Feinwurzeln genügend
aufgelockerten Boden vorfinden. Ob der Wühlmauskorb nun verzinkt oder unverzinkt sein sollte, ist
jedem selbst überlassen. Beide Ausführungen haben ihre Vor- und Nachteile. Ebenfalls sollten Sie
unbedingt einen Stützpfosten vor der Pflanzung in die Pflanzgrube einschlagen, damit Sie den
jungen Baum nicht mit dem Hammer verletzen.
Wenn Sie den Baumschnitt beherrschen, so sind nun beschädigte Wurzeln zu entfernen, die
vorhandenen Wurzeln so zu schneiden, dass eine gleichmäßige Verteilung der Wurzelmasse
vorliegt und ein Pflanzschnitt durchzuführen. Neben der Stammverlängerung sollten maximal 4
Leitäste, die gut am Stamm verteilt sind, verbleiben. Eine starke Einkürzung der verbleibenden Äste
regt das Wachstum im Frühjahr an und ist die Grundlage für eine gesunde und stabile
Kronenentwicklung. Wenn Sie sich hierbei nicht sicher sind, können Sie diese Schritte auch in der
Baumschule erledigen lassen.
Sehr wichtig bei der Pflanzung ist es, die Veredelungsstelle mindestens 10 bis 15 cm über dem
Erdreich zu positionieren. Diese ist an der Verdickung des Stammes oberhalb der Wurzel zu
erkennen. Liegt die Veredelungsstelle tiefer oder gar im Boden, so wird die Unterlage austreiben
und die aufgenommenen Nährstoffe in ihr eigenes Wachstum und nicht in das Wachstum des
gewünschten Obstbaumes stecken.
Wenn Sie dem jungen Baum einen sehr guten Start ermöglichen möchten, können Sie dem Erdreich
jetzt ein Mykorrhiza-Präparat beimischen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern und eine
Grundlage für einen vitalen Hochstamm zu legen.
Die Baumscheibe sollte nun die ersten Standjahre freigehalten werden, damit Gräser und
Blütenpflanzen keine Konkurrenz für den Baum darstellen können.
Sollte die Bodenanalyse gezeigt haben, dass eine Ausbringung von Kalk notwendig ist, so sollte
diese bei feuchter Witterung oder Schnee erfolgen, um eine gleichmäßige Verteilung zu
gewährleisten.